Die folgenden Bücher können wir empfehlen, sie sind übersichtlich, detailliert und sehr angenehm und fliessend zu lesen und sind eine echte Bereicherung für den Grado Urlaub.

Das erste Buch heißt Grado: Der nahe Süden zu jeder Jahreszeit

Broschiert, handlich und genau die richtige Menge an Inhalt und Informationen. Die Autorin Evelyn Rupperti, geboren in Villach in Kärnten, und Marion Assam, geboren in Innsbruck und Wohnsitz in Pörtschach am Wörthersee in Kärnten, haben eine besondere Nahbeziehung zur Stadt Grado aufgebaut. Diese Freude und Begeisterung spürt man auch beim Lesen des Buchs und erhöht die Vorfreude auf den nächsten Grado Besuch deutlich. Die Kapitel sind einfach und übersichtlich gestaltet. Man erfährt genug über die Geschichte von Grado und Umgebung und bekommt sehr gute Tipps zu Restaurants und Hotels. Eine umfangreiche Gesamtbeschreibung der Restaurantszene und des Hotelangebots gehört ebenso zum Buch. Das Buch kommt im Handbuchformat und hat 192 Seiten, ist also handlich genug um es auch beim Urlaub vor Ort in Grado an der Adria auch mitzunehmen um schnell nachschlagen zu können. Eine erfrischende Bereicherung des Grado Urlaubs sozusagen.

Das zweite Buch heißt: Friaul-Julisch-Venetien: Das große Reisehandbuch

Das 247 Seiten umfassende broschierte Buch ist eine Freude zu lesen. Obwohl es nur zu einem Teil Grado direkt beschreibt bzw. Behandelt, ist es aus unserer Sicht lesenswert, da es die gesamte Region zwischen der österreichischen Grenze bis hin zur Adria umfassend behandelt. Reist man mit dem Auto an, gehört es zum Reisebestandteil, unterwegs einen Stopp zu machen um schon das italienische sprich friaulische Flair einatmen zu können. Dafür ist das Buch ein guter Wegweiser. Es beschreibt bekannt und unbekannte Städte und Dörfer, Feste und Gebräuche und die Kulinarik. Neben diesen Hinweisen gibt es auch Empfehlungen für Restaurants und Unterkünfte, vom Agrotourismus bis hin zu Hotels. Auch dieses Buch ist von der Villacher Autorin Evelyn Rupperti geschrieben und rundet das oben genannte Buch Grado: Der nahe Süden zu jeder Jahreszeit ideal ab. Es ist aufwändig illustriert und sicher einer der umfassenderen Reiseführer zur Region Friaul-Julisch-Venetien.

Das dritte Buch welches wir empfehlen wollen heißt: Unser Friaul: Menschen-Feste-Gärten-Wein

Es wurde von einem Paar geschrieben welches sich den Traum erfüllt hat, ein Häuschen samt Garten in Friaul zu kaufen und dort zu leben. Dieses Paar sind Gisela Hopfmüller-Hlavac und Franz Hlavac. Sie beschreiben in einem hinreissenden Ton ihre Geschichte und wie sie sich schlußendlich in der Region eingelebt haben. Man bekommt Lust es ihnen gleichzutun. Dabei stellen sie die Region Friaul sehr unmittelbar und hautnah vor und reichern diese Berichte mit eigenen Fotos, auch von den Bekanntschaften die sie gemacht haben, ab. Es ist eine Freude dieses Buch zu lesen, viel mehr aber noch es immer wieder durchzublättern und sich inspirieren zu lassen. Das Buch ist kein klassischer Reiseführer in dem Sinn, vielmehr eine persönliche Geschichte, die aber dennoch ausreichend im Detail auf das Angebot der Region hinsichtlich Restaurants, Geschäften und Unterkünften eingeht.

Buch-Friaul erlebenDas nächste Buch heißt: Friaul erleben – Pflanzen . Küche . Lebensfreude; von Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac, erschienen im styria regional CARINTHIA Verlag

Das Duo Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac sind keine Unbekannten mehr für Freunde des Friaul und Freunde Grados. Vor einigen Monaten sind sie mit ihrem ersten Buch zum Friaul die literarische Bühne betreten. Eine Freude ist es allemal, dass es so schnell wieder ein Buch zum selben Thema, allerdings mit anderen Blickpunkten und Aspekten, gibt. Das 221 seitige Buch im praktischen quadratischen Format heißt „Friaul erleben – Pflanzen . Küche . Lebensfreude“.

Beim ersten Hineinschmökern versteht man sofort dass die beiden Autoren, selbst nach 10 Jahren nachdem sie sich im Friaul mit einem Zweitwohnsitz angesiedelt haben, noch immer von den alltäglichen Eindrücken überwältigt sind und diese in diesem zweiten Buch mitteilen wollen.

So gesehen ähnelt das Buch dem ersten, was den Gesamteindruck der beim Lesen entsteht nur Gutes tut. Es ist wie gewohnt mit vielen teils persönlichen Fotos durchsetzt, ebenso mit vielen anregenden Rezepten und auch Restaurant-Tipps. Man erfährt einige interessante historische Aspekte, wie etwa die Entstehungsgeschichtge der Festung Maranutto vor dem idyllischen Fischerdorf Marano Lagunare.

Zu Grado direkt gibt es leider keine Geschichte. Nichtsdestotrotz ist das Buch für Freunde der Gegend und Grados sehr empfehlenswert, wenn man mehr über Land und Leute kennen lernen will. Es liest sich leicht, man kann es stückchenweise und durcheinander lesen, es ist einfach angenehm und bereichernd. Vielen Dank an die beiden Autoren dass sie uns an Ihren Eindrücken und besonderen Momenten teilnehmen lassen.

Buch-UdineEin schönes Buch ist auch das folgende: Udine – Trends, Tajut und Tiepolo; von Evelyn Rupperti, erschienen im styria regional CARINTHIA Verlag

Wer sich fragt was Tajut ist: Tajut ist ein Glas Wein, welches man südlich der österreichischen Grenze mit Freunden trinkt.

Dieses Buch ist ein weiteres Meisterwerk der schon bekannten Autorin Evelyn Rupperti. Nach „Friaul-Julisch-Venetien“, „Grado“ und „Wein in Friaul“ ist dies das vierte Buch zur Region Friaul der freien Autorin aus Villach. Udine ist den meisten Süd-Reisenden bekannt, meistens allerdings als Zwischenstopp auf dem Weg ans Meer, zum Shoppen oder zum Essen. Die Friaul-Expertin Evelyn Rupperti gibt nun einen exzellenten Anlaß, einmal länger in Udine zu bleiben und die Stadt zu erkunden und einmal mit anderen Augen zu sehen. Dieses Buch im praktischen Handformat folgt einem schön beschriebenen Stil, der sich einfach und flüssig liest und stets anregt sofort in den Süden nach Udine zu fahren. Es ist kein Reiseführer im klassischen Stil sondern eher eine Reisebeschreibung mit vielen praktischen Tipps und Empfehlungen, mit vielen schönen Bildern hinterlegt. Neben einem kurzen Abriss zur Geschichte werden Tipps zur „Kultur mit Extras“ gegeben, gefolgt von kulinarischen Beschreibungen und Empfehlungen. Das Leben in der Stadt wird beschrieben, sowie die Umgebung der Stadt. Für mich ist das Buch von Evelyn Rupperti ein sehr empfehlenswertes Buch und endlich auch etwas Inspirierendes zur wirklich idyllischen Stadt Udine.

Buch-Auf ins FriaulAuf ins Friaul – Verborgenes, Skurilles, Kulinarisches; von Rudi Palla, erschienen im Folio Verlag.

Dieses Buch inspiriert auf seine eigene Weise. In acht spannend betitelten Kapiteln werden entlang der Reiseroute des Autors 55 Sehenswürdigkeiten im Friaul beschrieben. Ich finde, es ist eine tolle Art sich mit der Region zu beschäftigen und man lernt dabei auch viel. Zusätzlich zu den Sehenswürdigkeiten werden Geschichten aus der Vergangenheit beleuchtet und interessantes Hintergrundwissen vermittelt, was es erlaubt Bekanntes von einem neuen Blickpunkt zu sehen.

Ein eigenes Kapitel ist der goldenen Insel Grado gewidmet – “Grado – L’Isola d’ Oro: Wallfahrt “Perdon de Barbana” – Lagune – Safon – Anfora” .Auf über 20 Seiten nimmt uns der Autor mit zu den sieben interessanten Sehenswürdigkeiten. Die Geschichte und jährliche Prozession zur Insel Barbana wird so beschrieben, ebenso wie Interessanten rund um den in Grado geborenen Dichter Biagio Manin. Besonders interessant fand ich die Geschichte rund um die in der Lagune von Grado liegende Insel Mota Safon, wo der Regisseur Pier Paolo Pasolini 1969 seinen Film “Medea” drehte, mit der Primadonna Maria Callas. Ein interessantes Detail erfährt man ebenfalls, nämlich wo der äüßerste Grenzposten der Donaumonarchie lag.

Einige anregende lokale Gradeser Rezepte samt Lokalempfehlungen runden das Kapitel ab. Generell ist das Buch auch mit einigen lokalen Rezepten angereichert.

In Summe eine leichte und gelungene Lektüre, äußerst anregend, mit vielen neuen Informationen, die man so sonst nicht so einfach bekommt. Man bekommt zudem Lust sich auch die anderen Teile von Friaul anzusehen, die im Buch beschrieben sind.

Das GeisterschiffDas Geisterschiff. Ein Künstlerschicksal, von Egyd Gstättner, 280 Seiten, erschienen im Picus Verlag.

Das tragische Schicksal des Wiener Sezessionkünstlers Josef Maria Auchentaller wird uns aktuell wieder ins Bewusstsein geholt durch das Buch von Egyd Gstättner, genannt „Das Geisterschiff“, welches auf die etwa 40 Jahre des Künstlers in Grado referenziert. In diesem Buch wird auch die Geschichte des Seebades Grado im österreichischen Küstenland wieder zum Leben erweckt. Josef Maria Auchentaller zieht sich 1904 nach Grado zurück, anfangs nur über die Sommer, während er die Winter in Wien verbringt. Seine Kontakte und sein Namen verblassen über die Zeit in Wien und wird nach Ende des Ersten Weltkriegs gänzlich vergessen. Sein berühmtestes Bild zeichnet er 1906 – „Seebad Grado. Österreichisches Küstenland“. Es ziert heute noch den Eingang zum Hauptstrand Grados, der Spiaggia Principale.  Seine Frau führt die damals in der gesamten Monarchie bekannte Pension „Fortino“. Unglaublich, wie so bewegende Geschichten im Ort heute nicht wiederzuerkennen sind. Dieses Buch erzählt diese bewegende Geschichte und ist für jeden Grado-Interessierten eine empfehlenswerte Lektüre.

Naechstes-Jahr-im-Kuestenland_Grado-schmalNächstes Jahr im Küstenland: das mit einem schönen Bild von Grado der alten Jahrhundertwende des Sezessionisten Josef Maria Auchentaller gestaltete Buch ist eine Ansammlung von interessanten Artikeln, die die Region von Görtz nach Grado anhand von Anekdoten und persönlichen Geschichten der Bewohner spannend und auch etwas nostalgisch beschreibt und dabei einen Bogen zwischen der Zeit spannt, als Görtz noch die Hauptstadt des österreichischen Küstenlandes war, bis zur Gegenwart. Es hat sich unglaubliches erhalten und die österreichische Autorin Christine Casapicola versteht es gut, dies spannend auszugraben und zu erzählen. Dabei sind die Artikel nicht zu lang gehalten als dass man sie nicht in einem Zug durchlesen könnte und mit schönen alten Bildern, Fotos und Postkarten durchsetzt. Grado sind in diesem schönen und spannend zu lesendem Buch zwei der 15 Kapitel gewidmet.

Eine äußerst interessante und eindrucksvoll gestaltete Übersetzung eines Hauptwerks des Gradeser Dichters Biagio Marin “Grado, die von Gott begnadete Insel” gibt es leider nicht im Online Handel, sondern in der schönen Buchhandlung am Nordeingang der Piazza Duca D’Aosta in Grados Altstadt.

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Ein schönes Buch über Grado wie es einst war

 

Ein Prachtband für Grado

Grado – der Strand Mitteleuropas: in diesem großen Buch, welches sicherlich als Prachtband eingestuft werden, wird die Geschichte der Insel Grado anhand von vielen Berichten Einheimischer reich illustriert erzählt. Dabei werden auch viele bis jetzt nicht veröffentlichte Abbildungen gezeigt. Grado ist ja auch wegen des Ineinanderfliessens römischer, venezianischer und alt-österreichischer Kulturen einzigartig. In diesem schönen Buch wird aber auch die Architektur der Stadt und deren Entwicklung geschildert, die Kulinarik und besondere Geheimnisse in Grado und dessen Umgebung, wie etwa das Delta des Isonzo. Das Cover ziert das bekannte Bild welches Emma Auchentaller darstellt.

Eine umfassende Darstellung weiterer Bücher zu Grado, von Geschichte zu Lebensgefühl bis Kulinarik, Reiseführer für die Sonneninsel und das Friaul, sogar Krimis die in Grado spielen, befindet sich in diesem ausführlichem Post.

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In Summe eine tolle Lektüre als Vorbereitung für die nächsten Besuche in Grado. Wir hoffen dass diese Buchempfehlungen zu Grado und Friaul Ihnen ebenfalls gefallen werden. Lassen Sie uns bitte ihre Kommentare zu diesen Büchern wissen bzw. weiter Literaturvorschläge. Wir freuen uns darüber.

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Welch Inspriation und Freude – die Bücher über Grado