Die Altstadt Grados strahlt eine besondere Atmosphäre aus, unerwartet wenn man das erste Mal durch die engen Gassen geht, beeindrucken und auf einen einwirkend, jedes andere Mal. Man bekommt den Eindruck wie es in den vorigen Jahrhunderten war, als Grado ein kleines Fischerdörfchen war. Man denkt eher an ein Piratendomizil, enge dunkle Gassen in denen man sich leicht verirren kann, hier und da ein Licht, ein kleines Plätzchen, ein venezianischer Markuslöwe. Sehr romantisch ist sie auf jeden Fall, die Altstadt von Grado.

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Altstadtimpressionen

Die Altstadt entstand im altrömischen um das Jahr 180 erbautem Castrum, welches die Befestigungsanlage und Militärlager der Insel bezeichnet, die die Römer errichteten, als Grado noch der vorgelagerte Hafen der bedeutenden Stadt Aquileia war. Dies passierte in etwas im zweiten Jahrhundert vor Christus und der Hafen wurde “Zu den abgestuften Wassern” genannt – “Ad Aquas Gradatas”.

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Fahrräder an alten Mauern

Nach den Römern fiel Grado den Venzianern zu, danach von 1797 bis 1815 gehörte es zur österreichischen Monarchie.

Dementsprechend befinden sich im Castrum heute noch bedeutende historische Bauten, die einerseits römischen, andererseits venezianischen, dritterseits altösterreichischen Ursprungs und Stils sind – Eine wirklich faszinierende und wohl einzigartige Mischung auf engem Raum. So befindet sich die Basilika Santa Eufemia im Herzen der Altstadt, ebenso wie die Basilika Santa Maria delle Grazie. Von der Basilika delle Corte sind nur noch die Ausgrabungen zu besichtigen, diese sind aber entsprechen schön renoviert und präsentiert und vor allem Nachts einen Besuch wert, wenn sie besonders stilisiert beleuchtet sind.

Hafen Grado bei Nacht

Romantisch vor allem bei Nacht – der alte Hafen

An österreichischem Einfluss erinnert einerseits der alte Hafen von Grado samt seines langen Zufahrtskanals, der ins Zentrum der Insel führt und wirklich ein schönes romantisches mediterranes Flair erzeugt. Er wurde in der Monarchiezeit errichtet. Sehenswert ist zudem die Villa Fortino, die an eine dramatische altösterreichische Geschichte erinnert, ebenso wie die fünf reizvollen Ville Bianchi, die Anfang des 20. Jahrhunders als exklusives Feriendomizil errichtet wurden.

Grado-Hotel Ville Bianchi

Die fünf geschichtsträchtigen Ville Bianchi in Grado

1854 begann der Tourismus in Grado und 1892 wurde die “Kur- und Badeanstalt Grado” gegründet wodurch Grado offiziell zum k.k. Seebad ausgebaut wurde.

In diesem Zusammenhang erwähnenswert sind auch die Ristoranti del Castrum, ein Zusammenschluß mehrerer Restaurants in der Altstadt von Grado, die sich der traditionellen Gradeser Küche verschrieben haben, aber zu einem definierten erschwinglichen Preis.