Vor einiger Zeit hatte ich schon einige Bücher zu Friaul und Grado beschrieben – die unten angeführten Bücher habe ich mittlerweile ebenfalls auf der Bücher Seite hinzugefügt. Es ist erfreulich, dass es schon wieder weitere spannende und inspirierende Bücher zu Grado und dem Friaul gibt. Diese möchte ich im Folgenden kurz beschreiben. Es sind dies drei neue Bücher.

 

Friaul erleben – Pflanzen . Küche . Lebensfreude; von Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac, erschienen im styria regional CARINTHIA Verlag

Das Duo Gisela Hopfmüller und Franz Hlavac sind keine Unbekannten mehr für Freunde des Friaul und Freunde Grados. Buch-Friaul erlebenVor einigen Monaten sind sie mit ihrem ersten Buch zum Friaul die literarische Bühne betreten. Eine Freude ist es allemal, dass es so schnell wieder ein Buch zum selben Thema, allerdings mit anderen Blickpunkten und Aspekten, gibt. Das 221 seitige Buch im praktischen quadratischen Format heißt „Friaul erleben – Pflanzen . Küche . Lebensfreude“.

Beim ersten Hineinschmökern versteht man sofort dass die beiden Autoren, selbst nach 10 Jahren nachdem sie sich im Friaul mit einem Zweitwohnsitz angesiedelt haben, noch immer von den alltäglichen Eindrücken überwältigt sind und diese in diesem zweiten Buch mitteilen wollen.

So gesehen ähnelt das Buch dem ersten, was den Gesamteindruck der beim Lesen entsteht nur Gutes tut. Es ist wie gewohnt mit vielen teils persönlichen Fotos durchsetzt, ebenso mit vielen anregenden Rezepten und auch Restaurant-Tipps. Man erfährt einige interessante historische Aspekte, wie etwa die Entstehungsgeschichtge der Festung Maranutto vor dem idyllischen Fischerdorf Marano Lagunare.

Zu Grado direkt gibt es leider keine Geschichte. Nichtsdestotrotz ist das Buch für Freunde der Gegend und Grados sehr empfehlenswert, wenn man mehr über Land und Leute kennen lernen will. Es liest sich leicht, man kann es stückchenweise und durcheinander lesen, es ist einfach angenehm und bereichernd. Vielen Dank an die beiden Autoren dass sie uns an Ihren Eindrücken und besonderen Momenten teilnehmen lassen.

 

Udine – Trends, Tajut und Tiepolo; von Evelyn Rupperti, erschienen im styria regional CARINTHIA Verlag

Wer sich fragt was Tajut ist: Tajut ist ein Glas Wein, welches man südlich der österreichischen Grenze mit Freunden trinkt.

Buch-UdineDieses Buch ist ein weiteres Meisterwerk der schon bekannten Autorin Evelyn Rupperti. Nach „Friaul-Julisch-Venetien“, „Grado“ und „Wein in Friaul“ ist dies das vierte Buch zur Region Friaul der freien Autorin aus Villach.  Udine ist den meisten Süd-Reisenden bekannt, meistens allerdings als Zwischenstopp auf dem Weg ans Meer, zum Shoppen oder zum Essen. Die Friaul-Expertin Evelyn Rupperti gibt nun einen exzellenten Anlaß, einmal länger in Udine zu bleiben und die Stadt zu erkunden und einmal mit anderen Augen zu sehen. Dieses Buch im praktischen Handformat folgt einem schön beschriebenen Stil, der sich einfach und flüssig liest und stets anregt sofort in den Süden nach Udine zu fahren. Es ist kein Reiseführer im klassischen Stil sondern eher eine Reisebeschreibung mit vielen praktischen Tipps und Empfehlungen, mit vielen schönen Bildern hinterlegt. Neben einem kurzen Abriss zur Geschichte werden Tipps zur „Kultur mit Extras“ gegeben, gefolgt von kulinarischen Beschreibungen und Empfehlungen. Das Leben in der Stadt wird beschrieben, sowie die Umgebung der Stadt. Für mich ist das Buch von Evelyn Rupperti ein sehr empfehlenswertes Buch und endlich auch etwas Inspirierendes zur wirklich idyllischen Stadt Udine.

 

Auf ins Friaul – Verborgenes, Skurilles, Kulinarisches; von Rudi Palla, erschienen im Folio Verlag.

Dieses Buch inspiriert auf seine eigene Weise. In acht spannend betitelten Kapiteln werden entlang der Reiseroute des Buch-Auf ins FriaulAutors 55 Sehenswürdigkeiten im Friaul beschrieben. Ich finde, es ist eine tolle Art sich mit der Region zu beschäftigen und man lernt dabei auch viel. Zusätzlich zu den Sehenswürdigkeiten werden Geschichten aus der Vergangenheit beleuchtet und interessantes Hintergrundwissen vermittelt, was es erlaubt Bekanntes von einem neuen Blickpunkt zu sehen.

Ein eigenes Kapitel ist der goldenen Insel Grado gewidmet – “Grado – L’Isola d’ Oro: Wallfahrt “Perdon de Barbana” – Lagune – Safon – Anfora” .Auf über 20 Seiten nimmt uns der Autor mit zu den sieben interessanten Sehenswürdigkeiten. Die Geschichte und jährliche Prozession zur Insel Barbana wird so beschrieben, ebenso wie Interessanten rund um den in Grado geborenen Dichter Biagio Manin. Besonders interessant fand ich die Geschichte rund um die in der Lagune von Grado liegende Insel Mota Safon, wo  der Regisseur Pier Paolo Pasolini 1969 seinen Film “Medea” drehte, mit der Primadonna Maria Callas. Ein interessantes Detail erfährt man ebenfalls, nämlich wo der äüßerste Grenzposten der Donaumonarchie lag.

Einige anregende lokale Gradeser Rezepte samt Lokalempfehlungen runden das Kapitel ab. Generell ist das Buch auch mit einigen lokalen Rezepten angereichert.

In Summe eine leichte und gelungene Lektüre, äußerst anregend, mit vielen neuen Informationen, die man so sonst nicht so einfach bekommt. Man bekommt zudem Lust sich auch die anderen Teile von Friaul anzusehen, die im Buch beschrieben sind.

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In Summe eine tolle Lektüre als Vorbereitung für den Sommer. Lassen Sie uns bitte ihre Kommentare zu diesen Büchern wissen bzw. weiter Literaturvorschläge. Wir freuen uns darüber.