In den Wintermonaten entfalten Friaul und Grado eine andere, erfrischende Perspektive. Ruhig, sonnig, mediterran mit Luft zum Atmen und Zeit zum Reflektieren. Kommt man von den Alpen, ist man erfreut über das angenehme Klima und das normale geschäftige Leben der Einheimischen, an dem man sofort teilhaben will. Es ist eine elegante Zeit. Ein Zwischenstopp in Udine zum Shopping und für einen Cafe mit Panini läßt einen schon auf Italien einstimmen. Eventuell kommt man auch gerade recht für die Abverkäufe nach Weihnachten.

Weihnachten-in-Grado-1Kommt man nach Grado freut einen die Vertrautheit und es begrüßt der angenehme Duft der Luft nach Meer. In den Wintermonaten, um Weihnachten und Neujahr herum, gibt sich Grado recht festlich. Die Stadt ist schön dekoriert mit Krippen in allen Variationen und Größen. Die Altstadt lädt wirklich zum Entdecken ein und man freut sich über die viele Mühe die man in die Dekorationen hineingesteckt hat. Gerade die römische Altstadt, das Castrum, wirkt beinahe unbekannt, ohne die vielen Leute die sie sonst beleben, und es kann passieren dass man sich verläuft. Es gibt einen Weihnachtsmarkt mit vielen Ständchen und Weihnachtsmusik am Abend, die quasi in großen Teilen um das Castrum herum gespielt wird – da wird wiklich eine besinnliche Stimmung erzeugt. Weihnachten in Grado ist sicherlich ein bereicherndes Erlebnis, selbst für einen Tag.

Viele Hotels und Restaurants sind natürlich geschlossen, doch es bleibt dennoch eine VielzahlWeihnachten-in-Grado-2 an Möglichkeiten übrig. Auf jeden Fall sind sie sehr festlich und ordentlich und wirken einladend. Allerdings gibt es wenig Touristen, was natürlich nicht unbedingt negativ ist, dadurch sind etwa die Lokale eher leer. Dafür kommen aber vor allem an den Wochenenden Einheimische zu einem Tagesausflug, was der Stadt einen eigenen Flair gibt. Hervorhebenswert und wirklich löblich sind die Wegweiser, die in der Weihnachtszeit überall in Grado aufgestellt sind, den Navigationspfosten in der Lagune nachempfunden. Ein großes Lob an die Organisatoren in der Stadt, so viel Detailliebe zu zeigen, das freut einen.

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Was zudem noch auffällt ist dass sämtliche Bauarbeiten in der Stadt in den Wintermonaten durchgeführt weren um für den Frühling und Sommer gerüstet zu sein. Allerdings fällt es nicht weiter ins Gewicht, da die Baustellen gur verhüllt und abgegrenzt sind. Es ist sehr gut, dass sie im Winter gemacht werden und man freut sich zu sehen, dass die Stadt in Schuß gehalten wird. Es gibt auch um Neujahr herum einen kleinen Bereich nahe des Strandes mit einem Jahrmarkt-ähnlichem Bereich für die Jugend mit Musik, allerdings kann man ihn ohne weiteres umgehen. Alles in allem ist eine Winterreise nach Grado sicherlich inspirierend, auch für ein Wochenende.

Was sind Eure Eindrücke einer Winterreise nach Grado? Bitte hinterläßt einen Kommentar.